Bettis-Kaninchenbande

Tiere in Pflege, Nottiere


Dies sind meine Nottiere, die ich vorrübergehend zur Pflege aufgenommen habe. Diese Tiere kommen größtenteils aus schlechter Haltung oder sind vor dem Schlachter gerettet worden.

Viele dieser Tiere mussten schlimme Erfahrungen machen, weshalb das ein oder andere Tier in einem schlimmen Zustand zu mir kam. Oft haben diese Tiere teilweise jegliches Vertrauen zum Menschen verloren haben, was ich versuche wieder aufzubauen und die Tiere wieder gesund zu pflegen.


Diese Tiere suchen zu gegebener Zeit ein neues, artgerechtes, schönes zu Hause.



Feli-Luisa ist so eine Häsin.



Sie wurde aus einem Massenvermehrer Stall halb verhungert, verdreckt und laut Züchter wiederholt gedeckt gerettet.
Sie hatte bereits einen sehr großen Wurf großgezogen, was ziemlich an ihren Kräften zehrte und sie scheinbar dazu nur aufs minimalste ernährt wurde. Deshalb magerte sie auf 3,8kg für einen Deutschen Widder ab und war sehr kraftlos. Als ihre Jungen 6-8 Wochen alt waren, wurde sie, so ausgemerzt wie sie war, wiederholt gedeckt. Sie kam sehr verdreckt, schwach und verängstigt zu mir.

Zuerst saß sie eine Woche bei einer Freundin, die es schaffte, sie in dieser Zeit wieder gut zu Kräften zu bringen und gut aufzupäppeln. Sie wurde vom Tierarzt grunduntersucht, wo festgestellt wurde, das die linken Backenzähnen Hacken aufweisen, die in Narkose entfernt werden müssen (wahrscheinlich aufgrund der schlechten, mangelnden Ernährung zuvor). Dies wäre aber erst möglich, wenn sie dann wirklich geworfen hat.

Leider musste Feli-Luisa scheinbar schlimme Erfahrungen beim Vermehrer machen. Laut Züchter griff sie ihn in der Bucht immer knurrend an, wobei ich vermute, dass sie dann von ihm eine gewischt bekommen haben könnte. Denn Feli hat panische Angst vor der Menschenhand, obwohl sie sonst sehr aufgeschlossen zum Menschen ist und gern ankommt.

Seitdem sie bei mir Platz hat und Abstand halten kann, wenn sie es möchte, greift sie auch nicht mehr an! Sie kommt auch zu mir gehoppelt und ist sehr neugierig, aufgeschlossen und läuft sehr gern ausserhalb ihres Geheges umher, lässt sich aber nicht wirklich anfassen.

Seitdem sie bei mir ist, ist sie sehr aufgetaut und fasst mehr und mehr Vertrauen. Sie lässt sich beim Fressen sogar schon mal am Ohr streicheln.
Bisher konnte sie von 3,8kg auf 5kg aufgepäppelt werden.

Feli-Luisa ist laut Züchter ca. knapp über ein Jahr alt. (ca. April/Mai 2016)


UPDATE, 14.07.2017
Feli-Luisa hat keine Babys bekommen, hat also nicht aufgenommen. Der späteste Wurftermin ab Abholung ist vorüber.
Update 31.07.2017 Felis Zähne müssen nicht korrigiert werden! Sie hat sich die Haken durch das artgerechte, ausreichende Futter und viel Nagen selbst wieder abgenutzt. Scheinbar hat sie die Hacken nur bekommen, weil sie zu wenig kauen konnte durch unzureichende Nahrung und keine Zweige.

Feli dürfte somit bereits in ihr neues zu Hause ziehen! Wer gibt ihr ein schönes zu Hause?
Feli wurde am 04.08.2017 gegen rhd1 und myxo geimpft.

Feli ist am 11.08.2017 in ihr entgültiges neues zu Hause gezogen, mit mehreren Artgenossen und viel Platz zum toben. Alles klappt super toll und ist sehr harmonisch.


Feli-Luisa




Feli-Luisa´s vorrübergehendes Gehege.




Stups

Foto folgt

 Notnase Stups (Russenfarbig - weiß mit dunklen Ohren, Nase, Blume) sitzt seit 15.07.17 bei mir. Er kam einsam aus reiner Käfighaltung.
Stups wiegt ca. 2,8kg, also ganz minimal größer als ein Zwerg. Er ist ca. 1 Jahr und 4 Monate alt (also geb. ca. März 2016).
Stups ist ein super zahmes, aufgeschlossenes, sehr liebes Kaninchen, der auch sehr gern gestreichelt werden möchte.

Leider erkrankte er kurz nach seinem Einzug mit einer schlimmen Verstopfung, wo wir über eine Woche gekämpft haben. Zum Glück hatte ich ein paar Tage eine Unterstützung, die ihn mit gepäppelt, gepflegt und behandelt hat, sonst hätte ich es nicht allein geschafft. Es war wirklich harte Arbeit. Nun geht es ihm wieder gut.

Stups ist durch seine lange reine Käfighaltung soweit geschädigt, dass er sich noch nicht allein aus seinem Käfig traut und immer Unterstützung braucht, dann aber sehr gern draußen ist. Aber auch daran wird er sich noch voll gewöhnen, was auch schon deutlich besser geworden, seitdem er bei mir ist. Er liebt es, draußen auf der Wiese sein zu können, und will immer gar nicht mehr rein.
Stups war immer alleine und hat bei mir das erste Mal Artgenossen kennengelernt. Er ist sehr zu ihnen sehr friedlich und freut sich immer, Artgenossen zu sehen. Er sucht gern den Kontakt zu ihnen.

Kastriert wurde er inzwischen bereits. Er muss noch seine Kastrationsfrist absitzen (es sei denn er zieht zu einem oder mehreren Kastraten).

Update 01.08.2017
Stups hat einen besten Freund gefunden. "Phillip", ein Deutscher Widder den ich von einer Freundin durch eine Verletzung und demnach größeren Wunden zur Pflege zu mir genommen habe, lebt nun mit Stups zusammen. Beide haben sich gesucht und gefunden und sind super lieb zueinander.
Stups darf nun auch bei mir bleiben.

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